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Vergleich ChatGPT vs Copilot: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

ChatGPT vs Copilot: Welche Gemeinsamkeiten und welche Unterschiede haben die Chatbots von OpenAI und von Microsoft? Bei beiden Tools handelt es sich um LLMs (Large Language Models), also um große Sprachmodelle, mit denen der Anwender chatten kann.

⚠️ Wichtige Änderung im August 2026: Microsoft hat Copilot Pro als eigenständiges Abo zum 1. August 2026 eingestellt. Bestehende Abonnenten können es nur noch bis zur Kündigung weiternutzen. Nachfolger ist Microsoft 365 Premium für rund 22 Euro im Monat. Was das für dich bedeutet, erklären wir weiter unten im Detail.
📌 Kurz-Fazit: ChatGPT Plus liegt vorn bei Programmieren, kreativen Texten und Aufgaben außerhalb von Microsoft-Programmen. Microsoft 365 Premium, der Nachfolger von Copilot Pro, liegt vorn, sobald dein Arbeitstag in Word, Excel und Outlook stattfindet. Die ausführliche Begründung folgt weiter unten.
GPT

ChatGPT Plus

~23 € / Monat

  • ✓ Freie, ausführliche Antworten
  • ✓ Programmieren & eigene GPTs
  • ✓ Per API in n8n & Co. einbindbar

Am besten für: alles außerhalb von Microsoft-Programmen

M365

Microsoft 365 Premium

~22 € / Monat

  • ✓ Direkt in Word, Excel, Outlook
  • ✓ Kurze, suchnahe Antworten mit Quellen
  • ✓ Mehrere TB Cloud-Speicher inklusive

Am besten für: deinen Alltag in Word, Excel & Outlook

Vergleich ChatGPT vs Copilot

EigenschaftChatGPT PlusMicrosoft 365 Premium (ex-Copilot Pro)
HerstellerOpenAIMicrosoft
Webzugangja (chat.openai.com)ja (microsoft.com/de)
Mobile Appjaja
Websuche integriertjaja
Sprachstil wählbarja, allerdings nur mit Promptja (präzise, ausgewogen und kreativ per Auswahl)
Gesprächslimitkeinekein festes Limit mehr, Drosselung möglich bei hoher Auslastung
Quellenangabenja, muss im Prompt angefordert werdenja, Quellenangabe ist Standard
Umfang der Antwortausführlich, wenn nicht durch Prompt verkürztkürzer, auf Suchergebnis fokussiert
Fortführung von Chatsjaja
DatenschutzOpt-out möglichGem. AGB keine Datennutzung
Integration in Officenein (Zusatztools notwendig)ja, direkt inklusive (Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneNote)
SonstigesGPT Image statt DALL-E 3, GPT-Store, Datenanalyse, Bilderkennung, Unterstützung beim Programmiereneigene Bildgenerierung integriert, kein GPT-Store-Pendant, Datenanalyse, Bilderkennung, Unterstützung beim Programmieren
Preis20 USD / Monat (ca. 23 Euro)ca. 22 Euro / Monat (bündelt Office-Apps direkt)

ChatGPT von OpenAI

ChatGPT hat den Chatbot-Markt geprägt wie kaum ein anderes Tool und ist aus meiner Erfahrung weiterhin der Marktführer.

Aktuell kannst du ChatGPT kostenlos nutzen, allerdings mit Einschränkungen bei Nachrichtenlimit und Modellzugriff. Möchtest du ohne diese Begrenzungen arbeiten und das aktuelle Flaggschiff-Modell GPT-6 Astra voll nutzen, benötigst du das Plus-Abo.

ChatGPT ist aus dem Internet sowie mittels App nutzbar.

Der gewünschte Sprachstil der Antwort kann über den Prompt, deine Eingabe, bestimmt werden. Der Chat ist unlimitiert möglich.

Du kannst dir in deiner Antwort Quellen angeben lassen (belege die Angaben mittels Quellen o. ä.). Allerdings kommt es hier manchmal zu Halluzinationen.

Die Antwort ist umfangreich, wenn es mittels Prompts nicht extra verkürzt wurde (fasse dich kurz z. B.).

Bestehende Chats können zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden. In den Einstellungen kannst du OpenAI untersagen, mit deinen Daten und Ergebnissen ChatGPT zu trainieren.

In Microsoft Office ist ChatGPT nicht integriert. Du benötigst hierfür zusätzliche Tools.

DALL-E ist inzwischen komplett Geschichte. Die Bildgenerierung in ChatGPT läuft schon länger über GPT Image, das deutlich genauer auf Prompts reagiert als der Vorgänger. Am 12. Mai 2026 wurde DALL-E 3 dann auch offiziell abgeschaltet, sowohl in ChatGPT als auch in der API. Die Funktionen von ChatGPT lassen sich außerdem durch eigene GPTs erweitern. Die Vielfalt ist fast unendlich.

Screenshot: Startbildschirm von ChatGPT im Browser
Startbildschirm von ChatGPT im Browser

Zugriff auf das Internet ist über die Webanwendung möglich, sodass auch aktuelle Suchergebnisse einbezogen werden können. Umfangreiche Daten können analysiert sowie der Inhalt von Bildern erkannt werden.

Das Plus-Abo von ChatGPT kostet dich aktuell 20 USD, also rund 23 Euro, pro Monat. Verwechsle es nicht mit „ChatGPT Pro“: Das ist inzwischen ein eigener, deutlich teurerer Tarif für besonders rechenintensive Aufgaben.

Copilot von Microsoft

Copilot (früher Bing Chat) basiert wie ChatGPT auf OpenAIs Modellen, in die Microsoft seit Jahren massiv investiert. Seit dem 3. September 2026 rollt auch hier das neue Flaggschiff-Modell GPT-6 Astra aus. Trotz gleicher Basis gibt es einige Unterschiede.

Copilot kann aus dem Internet oder als App genutzt werden.

Der gewünschte Sprachstil der Antwort kann über einen Auswahlschalter auf präzise, ausgewogen und kreativ gestellt werden.

Bei deinen Ergebnissen werden immer Quellen aus den Suchergebnissen angegeben. Das Risiko für Halluzinationen ist eher gering, da die Antwort immer auf den Suchergebnissen basiert.

Die Antwort ist weniger umfangreich als bei OpenAI, obwohl das gleiche Sprachmodell verwendet wurde.

Bestehende Chats kannst du zu einem späteren Zeitpunkt fortsetzen. Nach den AGB werden deine Daten und Eingaben nicht an Dritte weitergegeben oder zum Training verwendet. Personenbezogene Daten oder Datenauftragsverarbeitung solltest du mit Copilot trotzdem nicht ungeprüft durchführen. Hierfür benötigst du eine passende Business-Lizenz mit entsprechenden Vertragsbedingungen.

Mit einer bezahlten Copilot-Lizenz, für Privatnutzer ist das aktuell Microsoft 365 Premium, ist Copilot direkt in Word, Excel, PowerPoint und Outlook integriert. Zusätzliche Tools sind dafür nicht nötig. Für Unternehmen gibt es eine eigene Business-Variante (microsoft.com/de). Die kostenlose Version ist hier inzwischen eingeschränkt, mehr dazu im Abschnitt zur Copilot-Pro-Einstellung weiter unten.

Bilder aus Text erstellen kannst du mit Copilot ebenfalls, und zwar bereits in der kostenlosen Webversion. Einen direkten Gegenpart zum GPT-Store bietet Microsoft nicht. Unternehmen erweitern Copilot stattdessen über eigene Agenten in Copilot Studio.

Auch der Zugriff auf das Internet ist selbst mit der kostenlosen Version möglich. In die Antwort werden somit immer aktuelle Suchergebnisse einbezogen. Umfangreiche Daten können analysiert sowie der Inhalt von Bildern erkannt werden, das gilt allerdings nur innerhalb der Web-Chat-Oberfläche, nicht für die eingeschränkte In-App-Version in Office.

Copilot Pro als eigenständiges Abo für 22 Euro im Monat gibt es nicht mehr zu kaufen. Wie es weitergeht, liest du im nächsten Abschnitt.

Copilot Pro wird eingestellt: Was bedeutet das für dich?

Copilot Pro existiert seit dem 1. August 2026 nicht mehr als eigenständiges Produkt. Microsoft bestätigt das auf der eigenen Support-Seite: Bestehende Abonnenten dürfen weiterlaufen lassen, bis sie kündigen. Neue Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Der Nachfolger heißt Microsoft 365 Premium. Für rund 22 Euro im Monat bekommst du Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote direkt inklusive, dazu die höchsten Copilot-Nutzungslimits und mehrere TB Cloud-Speicher für bis zu sechs Personen. Eine separate Basis-Lizenz brauchst du dafür nicht mehr.

Screenshot: Startoberfläche von Microsoft Copilot im Browser
Startoberfläche von Microsoft Copilot im Browser

Auch die kostenlose Copilot-Version hat sich verändert. Seit dem 15. April 2026 ist der kostenlose In-App-Chat in Word, Excel und PowerPoint eingeschränkt. Volle Integration in die Office-Anwendungen gibt es nur noch mit einer bezahlten Copilot-Lizenz. Der Chat auf copilot.microsoft.com, in Windows und im Edge-Browser bleibt weiterhin kostenlos, inklusive Bildgenerierung und Websuche.

Kurz gesagt: Wer Copilot Pro rein privat genutzt hat, landet beim Auslaufen des alten Abos automatisch bei Microsoft 365 Premium. Nutzt du bereits Microsoft 365, lohnt sich ein Blick, ob das Upgrade auf Premium etwas bringt, oder ob der kostenlose Copilot-Chat für deine Zwecke schon reicht.

Wann lohnt sich ChatGPT für dich?

ChatGPT Plus ist die bessere Wahl, wenn eine oder mehrere dieser Situationen auf dich zutreffen.

  • ✓ Du programmierst regelmäßig oder lässt dir Code erklären und debuggen.
  • ✓ Du willst ChatGPT per API in eigene Tools oder Automatisierungen wie n8n einbinden, das ist bei Microsoft 365 Premium als Privatnutzer-Abo nicht vorgesehen.
  • ✓ Dein Arbeitsalltag findet nicht überwiegend in Microsoft-Programmen statt.
  • ✓ Du willst eigene GPTs für wiederkehrende Aufgaben bauen, etwa einen festen Rechercheassistenten.
  • ✓ Dir ist eine möglichst ausführliche, freie Antwort wichtiger als eine kurze, suchergebnisnahe.

Wann lohnt sich Copilot für dich?

Microsoft 365 Premium beziehungsweise Copilot passt besser, wenn diese Punkte auf dich zutreffen.

  • ✓ Du arbeitest täglich in Word, Excel, PowerPoint oder Outlook und willst die KI direkt dort nutzen.
  • ✓ Dir ist wichtig, dass Antworten möglichst kurz bleiben und sich eng an Suchergebnissen orientieren.
  • ✓ Du nutzt ohnehin schon ein Microsoft-365-Abo und willst keinen zusätzlichen Vertrag mit OpenAI abschließen.
  • ✓ Cloud-Speicher ist für dich ein relevantes Argument, Microsoft 365 Premium bringt mehrere TB direkt mit.

ChatGPT oder Copilot: Entscheide in 3 Fragen

Drei kurze Fragen reichen meistens schon für eine klare Tendenz.

FrageAntwort und Tendenz
1. Arbeitest du täglich in Word, Excel, PowerPoint oder Outlook?Ja: Microsoft 365 Premium spricht für sich. Nein: weiter zu Frage 2.
2. Brauchst du Unterstützung beim Programmieren oder bei kreativen Texten und Bildern?Ja: ChatGPT Plus passt besser zu dir. Nein: weiter zu Frage 3.
3. Reicht dir eine kostenlose Version ohne Abo?Ja: Beide bieten eine brauchbare Gratis-Version, starte dort. Nein: Wäge Preis und Funktionsumfang aus der Tabelle oben ab.

Fazit: ChatGPT oder Copilot?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Am ehrlichsten ist deshalb der Weg über den eigenen Alltag, nicht über ein abstraktes Ranking. Teste zuerst die kostenlosen Versionen beider Tools, bevor du überhaupt über ein Abo nachdenkst. Zeigt sich dabei, dass du ständig zwischen Word, Excel und Outlook wechselst, lohnt sich der Griff zu Microsoft 365 Premium fast von selbst. Merkst du dagegen, dass dich vor allem Programmieren, Recherche oder eigene GPT-Workflows beschäftigen, bringt dir ChatGPT Plus mehr. Und falls beides zutrifft: Nichts spricht dagegen, ChatGPT Plus für die offenen Aufgaben zu abonnieren und die kostenlose Copilot-Version für den schnellen Griff aus Office heraus mitlaufen zu lassen.

Häufige Fragen zu ChatGPT und Copilot

Die wichtigsten Fragen zum Vergleich, kurz beantwortet:

Ist ChatGPT Plus oder Microsoft 365 Premium besser zum Programmieren?

ChatGPT Plus. Copilot liefert kürzere, stärker an Suchergebnissen orientierte Antworten, während ChatGPT ausführlichere Erklärungen liefert und sich per API in eigene Tools und Automatisierungen wie n8n einbinden lässt, was bei Microsoft 365 Premium als Privatnutzer-Abo nicht vorgesehen ist.

Was kostet ChatGPT Plus im Vergleich zu Microsoft 365 Premium?

ChatGPT Plus kostet 20 US-Dollar pro Monat, umgerechnet rund 23 Euro. Microsoft 365 Premium, der Nachfolger von Copilot Pro, kostet rund 22 Euro pro Monat und bringt dafür direkt Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote sowie mehrere TB Cloud-Speicher mit.

Was ist aus Copilot Pro geworden?

Copilot Pro wurde zum 1. August 2026 als eigenständiges Abo eingestellt. Bestehende Abonnenten können es bis zur eigenen Kündigung weiternutzen, Neuanmeldungen sind nicht mehr möglich. Der Nachfolger für Privatnutzer heißt Microsoft 365 Premium.

Ist Copilot direkt in Word, Excel und Outlook integriert?

Ja, mit einer bezahlten Copilot-Lizenz, für Privatnutzer aktuell Microsoft 365 Premium, ist Copilot direkt in Word, Excel, PowerPoint und Outlook integriert, ohne zusätzliche Tools. ChatGPT bietet diese native Office-Integration nicht.

Welches Tool halluziniert seltener, ChatGPT oder Copilot?

Bei Copilot ist das Risiko für Halluzinationen tendenziell geringer, weil jede Antwort direkt auf den zugehörigen Suchergebnissen basiert und Quellenangaben standardmäßig mitgeliefert werden. Bei ChatGPT musst du Quellen explizit im Prompt anfordern.

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